Akademiel - feiner Honig aus dem Berliner Tiergarten
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HISTORIE

Mit AKADEMIEL knüpfen wir auf historischem Grund an eine süsse Tradition an.

Ursprünglich als »Tier- und Lustgarten« zur königlichen Jagd angelegt, ließ Friedrich der Große den Berliner Tiergarten im Jahr 1742 zu einem barocken Lustgarten umgestalten und machte ihn der breiten Öffentlichkeit zugänglich. Doch dem Park war noch eine andere Funktion zugedacht.

War Zucker auch schon ab dem 16. Jahrhundert verbreitet, stellte er doch bei weitem kein allgemeines Nahrungs- und Genussmittel dar. Wegen hoher Transportkosten und Zölle war der karibische Rohrzucker so teuer, dass er nur die Tafeln der Reichen zierte. Das einfache Volk begnügte sich mit eingedicktem Birnensaft, Sirup aus süßen Früchten und Säften wildwachsender Pflanzen – oder eben Honig.

Die Imkerei, wie wir sie heute kennen, war allerdings auch noch nicht erfunden. Doch die Nachfrage nach Süssem stieg mit dem Wohlstand, und das arme Preussen musste den grossen Handelsmächten viel Geld abführen.
Ende des 18. Jahrhunderts suchte man daher nach nach einer günstigen Alternative, um dem Zucker-Monopol zu entgehen, und zwar im Berliner Tiergarten.

Den Indianern in Nordamerika war die süssende Eigenschaft des Ahornsaftes schon seit jeher bekannt. Auf Erlass des preussischen Königs Friedrich Wilhelm III. experimentierte man darum 1797 im Tiergarten erstmals mit den heimischen Ahornbäumen. Der gewonnene Rohzucker erwies sich als dem Rohrzucker durchaus gleichwertig. Die Preußische Seehandlung und verschiedene Kaufleute wurden mit dem Kauf der notwendigen Ahornsamen in Nordamerika beauftragt.

Es kam anders. Französischen Kaperschiffe raubten die Handelsschiffe aus, und die Samen kamen nie in Preussen an. Die Ungewissheit, ob die Ahornbäume nach 30 Jahren ertragreich sein würden, sowie die Entdeckung der Zuckererzeugung aus Runkelrüben brachten den König schliesslich zu dem Entschluss, sich gegen weitere Ahornzuckerversuche auszusprechen. In Kaulsdorf bei Berlin stellt der Chemiker Franz Carl Achard zeitgleich den ersten aus Rüben gewonnenen Zucker der Welt her, der sich rasch durchsetzte. Somit ist weisser Zucker eine Berliner Entdeckung!

Heute verbraucht jeder Deutsche jährlich 36 Kilogramm Zucker pro Kopf. Zugleich ist Deutschland mit 1,3 kg Honig pro Kopf Weltmeister im Honigverbrauch. Davon stammen nur etwa ein Viertel aus heimischer Produktion, und der Anteil der Imker hierzulande sinkt weiter.

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